Rassismus stoppen!

So die klare Forderung der Jahresversammlung 2015 von AMNESTY INTERNATIONAL in Dresden. Die Politik darf auf Kosten von People of Color, Geflüchteter Menschen und Migrant_innen keinen Stimmenfang betreiben, sondern muss rassistischen Ressentiments entschieden entgegentreten.

AMNESTY gegen Rassismus

Rassismus beeinflusst die Lebenswirklichkeit aller Menschen, auch in Deutschland. Wissenschaftliche Studien belegen, dass rassistische und andere menschenfeindliche Vorurteile in der Bevölkerung weit verbreitet sind. Dass eine extrem rechte Gruppierung in Deutschland jahrelang unerkannt Menschen aus rassistischen Motiven ermorden konnte, hat einer breiten Öffentlichkeit deutlich gemacht, dass Rassismus nicht länger verharmlost und verleugnet werden darf.

Rassismus hat viele hässliche Erscheinungsformen. Dazu zählen antisemitische und antimuslimische Anschläge genauso wie der ausgrenzende Umgang mit Geflüchteten Menschen, Ressentiments gegenüber Sinti und Roma oder verdachtsunabhängige Personenkontrollen nach rassistischen Kriterien, das sogenannte Racial Profiling.

Rassismus ist ein Bestandteil des Alltags, ohne dass er dabei als solcher erkannt und benannt wird. Beispielhaft sei das – oft unbewusste – Verwenden von rassistischen Wörtern in der Sprache und Schrift oder das Verhalten bei der Vergabe von Arbeitsplätzen und Wohnraum gegenüber Minderheiten genannt.

Rassismus führt dazu, dass Menschen nicht als Individuum betrachtet werden, sondern als einen Teil einer Gruppe, die als “anders” markiert und häufig negativ bewertet wird. Auf der Grundlage von Stereotypen und Vorurteilen werden Menschen ausgegrenzt, benachteiligt und ihnen die Menschenrechte abgesprochen. Rassismus ist eine elementare Menschenrechtsverletzung, die die Würde des einzelnen Menschen im Kern betrifft. Rassismus führt häufig auch zu anderen schweren Menschenrechtsverletzungen. Deswegen engagiert sich AMNESTY INTERNATIONAL für eine Gesellschaft ohne Rassismus.

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